Situation
Das derzeitig wohl am meisten diskutierte Thema ist die Klimaerwärmung, die zum überwiegenden Teil durch den Ausstoß von CO2 hervorgerufen wird, ein Gas, das bei der Verbrennung (chemische Reaktion von Kohlenstoff C mit Sauerstoff O) entsteht.
Um den für uns wichtigen gewerblichen und privaten Energiebedarf zu decken, ist die Endenergie zuständig. Diese entsteht aus den verschiedenen Primärenergien, die auf mehr oder wenig langen Energieumwandlungsketten in Endenergie überführt wird.
Unter den Primärenergien sind die fossilen Energien als besonders problematisch anzusehen, sie erzeugen Treibhausgase, die über den Treibhauseffekt zur Klimaerwärmung führen. Der für unser Klima schädliche CO2–Ausstoß ist also abhängig von der Art und Menge der bezogenen Primärenergie. Der Primärenergiebedarf ist die entscheidende Größe zur qualitativen Beurteilung eines Gebäudes.
Die Bundesregierung plant bis zum Jahr 2020 50 Milliarden Euro an Heizkosten einzusparen. Ein Schritt zur Realisierung dieses Vorhabens ist die Förderung der Gebäudesanierung und des Baues von Energiespar- und Passivhäusern. Zwischen 2006 und 2009 werden diese drei Sparten durch eine Summe von 5,6 Milliarden Euro bezuschusst.
Für die attraktive Förderprogramme anbietende Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), besitzt der Energieberater den Stellenrang eines Sachverständigen.
Er spricht die Kreditinstitute auf in Frage kommende Förderprogramme an und schöpft somit alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aus.
Auch bei der Finanzierung ist hierdurch für eine Vereinfachung gesorgt.
Die rechtliche Situation
Bei Verkauf oder Vermietung von Wohngebäuden, die bis 1965 fertig gestellt worden sind, ist Interessenten ab dem 01. Juli 2008 ein Energieausweis zugänglich zu machen. Ab dem 01. Januar 2009 gilt dies auch für alle übrigen Wohngebäude.
Ab dem 01. Juli 2009 müssen auch für Nichtwohngebäude im Verkaufs- oder Vermietungsfall Energieausweise ausgestellt werden.
Ein Eigentümer kann belangt werden, wenn der Energieausweis dem Interessenten nicht vorgelegt wird.
